Parklandschaft newPark

Verzahnung von Industrie und Landschaft

Der Wettbewerbsbeitrag von Mueller + Partner Landschaftsarchitekten aus Willich ist als Sieger aus dem Wettbewerb zur Grün- und Freiraumplanung für newPark hervorgegangen (siehe Zeitleiste). Der Entwurf berücksichtigt die Qualitäten der an das Plangebiet angrenzenden Naturräume - Lippeaue im Norden und Schwarzbachaue im Süden - und ermöglicht auf diese Weise eine behutsame Einbindung der Bebauung und die Entwicklung zu einer Industrie-Park-Landschaft. Durch Renaturierung des Schwarzbaches und Eingrünungs­maßnahmen werden der ökologische Wert und die Erholungsfunktion der umgebenden Freiräume sogar verbessert.

Auch innerhalb des Plangebietes werden vorhandene Landschafts- und Naturelemente wie z. B. Alleen oder kleinere Waldflächen so weit wie möglich erhalten und in das Gesamtkonzept integriert. Auf diese Weise entstehen Landschaftsspangen, die für eine Vernetzung der wertvollen Biotope, attraktive Wegebe­ziehungen und ausreichend Platz für eine naturnahe Regenwasserbewirtschaftung sorgen. Insgesamt bleiben mehr als 50 % des engeren Plangebietes grün. Die Übergangszonen zwischen Bebauung und Freiraum werden dabei besonders sensibel gestaltet, so dass sich newPark harmonisch in die Kulturlandschaft einfügt.

Ein weiteres prägendes Element in der Freiraumgestaltung von newPark sind Obstbaumhof­schaften, die an mehreren Stellen in der Nähe zu den Arbeitsstätten entstehen und - z. B. in der Mittagspause - zum Verweilen einladen (siehe Visualisierung A).

Arbeiten in attraktiver Umgebung

Der zweite wichtige Baustein der Wettbewerbsarbeit des Büros Mueller + Partner besteht in einer starken freiraumplanerischen Akzentuierung der bebauten (Straßen-)Räume im newPark. Die Vermischung von Urbanität und Natur macht das Industrieareal zu einer vielfältigen, lebendigen Parkland­schaft und unterstützt damit die im städtebaulichen Rahmenplan formulierte Grundidee einer identitätsstiftenden und adressbildenden Planung. >>

Die Eingänge von newPark erhalten durch intensive Bepflanzung - vor allem im Bereich der westlichen Haupterschließung - einen repräsentativen Entrée-Charakter. Die vorgesehene newPark-Allee besitzt auch durch freiraum­planerische Gestaltung eine hohe Aufenthaltsqualität und fungiert als Rückgrat und Visitenkarte des gesamten Industrieparks (siehe Visualisierung B). Säulenförmige Baumarten prägen die städtebaulich streng gestaltete Promenade, auf der durch variierende Belagsmaterialien Bereiche für Fußgänger, Radfahrer, Nutzer von Segways etc. gekennzeichnet sind. Als wiederkehrendes Element strukturieren unterschiedlich große Kuben aus Stahl den Straßenraum, die z. B. als Showroom für Produkte, als Gastronomie oder E-Bike-Verleihstation genutzt werden können und der newPark-Promenade ein unverwechselbares städtebauliches Signet geben.

Am Gelenk der newPark-Allee treffen der Landschaftsraum und die Bebauung am deutlichsten aufeinander. Als prägendes Element für den Parkcharakter des Areals ist hier die Schaffung einer Sees vorgesehen, der sich zur Promenade hin zu einer Piazza öffnet (siehe Visualisierung C). Durch die Einbettung in die grüne Umgebung und eine attraktive Gestaltung mit Sitzstufen, Terrassenflächen etc. wird die großflächige Wasseranlage den "Meetingpoint" für Erholungssuchende im newPark bilden.