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Die newPark Planungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH und das Wirtschaftsministerium NRW haben das renommierte Wirtschafts- und Politikberatungsunternehmen PROGNOS AG im Jahr 2012 ausgewählt, eine ergebnisoffene Kosten-Nutzen-Analyse für das Projekt newPark zu erstellen. Die PROGNOS AG hat dazu im Juni 2013 einen abschließenden Bericht vorgelegt. Das Unternehmen bestätigt darin einen Bedarf für das Industrieprojekt. Auf der Fläche des newPark Datteln werden bis 2040 demnach bis zu 8.900 Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen bis zu 2.700 weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern, im Handwerk und im Handel in der Region. Darüber hinaus ist zum gleichen Zeitpunkt eine kumulierte regionale Bruttowertschöpfung von bis zu 15,9 Mrd. € durch newPark zu erwarten.

Bedarfsanalyse

Die PROGNOS AG hat die Industrieflächennachfrage für die im newPark ansiedlungsrelevanten Industrien prognostiziert. Dazu wurden zunächst die direkt oder innerhalb eines Verbundes dem Zielmarkt GreenTech angehörigen Wirtschaftszweige und Branchen herangezogen. Außerdem wurde berücksichtigt, dass stark emittierende Branchen der Abstandsklassen I und II aufgrund ihrer Immissionsintensität ausgeschlossen sind. Es wurden nur solche Betriebe einbezogen, die augrund ihres überregionalen Produktabsatzes förderfähig sind.
Auf der Grundlage dieser Zielmarktabgrenzung kommt die PROGNOS AG zu dem Ergebnis, dass in Nordrhein-Westfalen ein jährlicher Industrieflächenbedarf von 177 ha bis zum Jahr 2037 besteht.

Zur Abschätzung des Bedarfs für newPark ist neben der Nachfrage auch die Angebotssituation an großflächigen GI-Flächen in der Metropole Ruhr relevant. Die Vermarktungsreserve an restriktionsfreien GI-Flächen betrug in der Metropole Ruhr im Jahr ca. 618 ha. Die Flächenangaben berücksichtigen bereits die Flächen des newPark.

Für Ansiedlungsvorhaben oder bei Betriebserweiterungen benötigen Industriebetriebe häufig große Flächen. Der Vorteil des newParks ist, dass die Grundstücke flexibel nach dem Bedarf der Industriebetriebe zugeschnitten werden können. Im newPark können zusammenhängende Flächen mit einer Größe von mehr als 10 ha erworben werden.

Die PROGNOS AG hat nachgewiesen, dass der Vorrat an Ansiedlungsflächen für Neue Industrie in der Metropole Ruhr angesichts der bisherigen Nachfrage nur für 6-7 Jahre ab Anfertigung der Studie ausreichen dürfte. Bei Industrieflächen mit einer Größe von mehr als 10 ha wird die Reserve demnach sogar in noch kürzerer Zeit aufgebraucht sein.

Insbesondere in den Städten des Kreises Recklinghausen und der Stadt Dortmund wird es laut PROGNOS AG zu einem akuten Mangel an tatsächlich verfügbaren Ansiedlungsflächen größer als 10 ha kommen.

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse der PROGNOS AG kann erwartet werden, dass der newPark bis auf kleine Restflächen bis zum Jahr 2030 vermarktet sein kann.
Es wird davon ausgegangen, dass zu Beginn der Vermarktungsphase die Nachfrage nach Flächen stark ansteigt und sich gegen Ende etwas abschwächt.

Sozioökonomische Analyse

Die sozioökonomische Analyse der PROGNOS AG belegt, dass auf der newPark-Fläche und in der Region Beschäftigungseffekte im Bereich von mehreren Tausend Stellen eintreten werden. Direkt im newPark können demnach bis zu 8.900 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Darüber hinaus wird es in der Region bei industriellen Zulieferern, im Handwerk und im Handel zu positiven Beschäftigungseffekten kommen. Dadurch können gemäß PROGNOS weitere 2.700 Arbeitsplätze entstehen bzw. gesichert werden.

Hinzu kommt das temporäre Beschäftigungspotenzial, das während der Planungs- und Bauphase des newParks vor allem in der Baubranche generiert wird.

Die kumulierte regionale Bruttowertschöpfung (inklusive Vorleistungen und induziertem Einkommen) wird sich bis zum Jahre 2040 auf rund 12 Mrd. € in einem realistischen Szenario bzw. 15,9 Mrd. € in einem best-case-Szenario belaufen.

Die Untersuchungsergebnisse der PROGNOS AG sind in einer Zusammenfassung des Endberichts hier abrufbar (Größe ca. 0,5 MB).